Besichtigung der A3-Baustelle

Im September hatte ich die Möglichkeit mich vor Ort über den Stand der Arbeiten an der A3 Baustelle zu informieren.

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Es begann mit einem Gespräch im Info-Pavillion, der übrigends Freitags zwischen 13.00 und 15.00 Uhr für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet ist. Dort und auf der Homepage zur Baustelle gibt es vielfältige Informationen rund um die Baustelle.

Begrüßung und Information durch Reinhard Pirner, den Präsidenten der Autobahndirektion Nordbayern

Begrüßung und Information durch Reinhard Pirner, den Präsidenten der Autobahndirektion Nordbayern

Vom Ablauf der Bauarbeiten her wird es so sein, dass zunächst die Fahrspuren in Richtung Frankfurt komplett fertig gestellt wird. Dann wird ab Herbst 2017 der gesamte Verkehr über diese Fahrspuren geführt, die alte Talbrücke abgerissen und die Fahrspuren mit Brücke und Tunnel in Richtung Nürnberg gebaut.

Im Gespräch ging es auch noch einmal um die Wege auf dem dann begrünten Trogdeckel, die die Stadtteile Heuchelhof und Heidingsfeld verbinden sollen. Wir haben noch einmal deutlich gemacht, dass man auf die Steigungen achten müsse, damit sie für den Radverkehr, vor allem aber auch für FußgängerInnen, die Kinderwagen oder Rollstuhl schieben, oder die auf einen Rollator angewiesen sind, passierbar bleiben. (Zu den Wegebeziehungen wird es auch eine Bürgerwerkstatt geben, das wurde  in der letzten Stadtratssitzung bekannt.)

Nach dem Gespräch im Info-Pavillion ging es dann mit Helm und Warnweste und meinem Fraktionskollegen Udo Feldinger und weiteren KollegInnen auf die Baustelle.

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mit Warnweste, Helm und Udo Feldinger auf der Baustelle

Weitere Bilder nach dem „Klick“

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Stolperstein für Anna Ebermann

In Würzburg gibt es die Stolpersteine. In einem übertragenen Sinne lassen Sie einen Stolpern – Stolpern über die Geschichte von Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Viele solche Steine gibt es in Würzburg.

In Rottenbauer liegt seit letztem Dienstag ein weiterer Stolperstein. Mit diesem Stein gedenken wir Anna Ebermann, die ihre Kindheit und Jugend in Rottenbauer lebte später in Berlin. Während ihr Bruder Lorenz Ziegler als Sozialdemokrat vor 1933 SPD-Obmann und zeitweise 2.Bürgermeister von Rottenbauer war, schloss sich Anne Ebermann der KPD an. Bei einem Besuch in Würzburg im Frühjahr 1943 machte sie in einer Gaststätte regimekritische Aussagen und wurde denunziert und am 5.Mai am Hof ihres Bruders in Rottenbauer verhaftet. Sie wurde in der Folge zum Tode verurteilt und am 17.März ermordet. Ein Grab gibt es nicht.

Genauer nachlesen, was über Anna Ebermann herausgefunden wurde, kann man auf der Seite der Würzburger Stolpersteine.

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In Würzburg erinnert jetzt ein Stolperstein im Lilienweg in Rottenbauer an Sie. Hier haben wir einen Ort um auch ihr zu gedenken. Ein Stolperstein, der uns in Gedanken innehalten lässt und uns Anne Ebermann und der vielen weiteren Opfer des Nationalsozialismus gedenken lässt – damit so etwas nie wieder geschieht!

Laudatio zur Verleihung der Georg Sittig Medaille für die Gesellschaft für Politische Bildung

Am 10. Juni hat die SPD Würzburg und die SPD-Stadtratsfraktion die Georg Sittig Medaille an Personen und Gruppierungen verliehen, die aktiv sind für die Würzburger Stadtgesellschaft.

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Geehrt wurden:

  • die Gesellschaft für Politische Bildung
  • Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
  • Perspektive e.V.
  • der Berufsverband der bildenden Künste Unterfranken

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Ich durfte die Laudatio halten für die Gesellschaft für politische Bildung:

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eine (Urlaubs-)Woche ohne Auto

Wir starten den Selbstversuch – eine (Ferien-)Woche ohne Auto. Das Auto muss eh zum – sehr großen – Kundendienst und wir wollten schon lange mal einen Urlaub mit dem Rad machen. Ohne Auto sind wir ja durchaus öfter mal in Würzburg und anderen Städten unterwegs. Wir werden also mit Bahn und Rad und Zelt eine knappe Woche Urlaub machen – mit Kind und Kuscheltier. Hier will ich von unseren Erfahrungen und unseren Eindrücken ein wenig berichten. Nach dem Klick gehts los…

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Atomkraft – Nein Danke!

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Vor 30 Jahren ereignete sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl. Damals war ich noch ein Kind – und so richtig verstanden, was da passiert ist, habe ich mit meinen 8 Jahren damals nicht. Auf einmal durften wir nicht draußen spielen – und erst recht nicht im Sandkasten.

Wir haben Lebensmittel und Konserven gekauft und zu Hause wurde viel diskutiert – über Strahlung, Geigerzähler usw. Verstanden und fassen konnte ich das damals nicht. Und diese ominöse Strahlung war da – ohne dass man sie sehen, fühlen oder riechen konnte – aber sie war sehr gefährlich. Mit meinen Eltern und meinen Geschwistern war ich mehrfach in Wackersdorf demonstieren gegen die Wiederaufbereitungsanlage – auch das eindrückliche Erinnerungen.

Ein paar Jahre später habe ich dann das Buch „die Wolke“ von Gudrun Pausewang gelesen. Und dieses Buch hat mir viel erklärt und hat mir einiges klar gemacht. Atomkraft – nein Danke!

Inzwischen, die Atomkatastrophe von Tschernobyl war mittlerweile für viele fast vergessen, gab es einen weiteren Super-GAU – vor 5 Jahren in Fukushima. Und mittlerweile glaubt niemand mehr, dass AKWs so sicher sind, wie ich das damals in der Schule gelernt habe. Schlagzeilen aus Belgien geben da ihr Übriges.

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Die Klima-Allianz Würzburg hat anläßlich dieser beiden Jahrestage das Thema Atomenergie aufgegriffen. Und gemeinsam mit dem Central haben wir vor ein paar Tagen die Verfilmung des Buchs „die Wolke“ geschaut und im Anschluss darüber diskutiert. Gemeinsam mit meinem Stadtratskollegen Patrick Friedel habe ich in den Film eingeführt und im Anschluss die Diskussion moderiert. Der Film geht – ebenso wie das Buch – an die Nieren. Und ich glaube, das ist gut so.

Denn – wie nach Tschernobyl wird auch Fukushima irgendwann wieder vergessen sein – bis zum nächsten Unfall. Und das möchte ich verhindern Das zurückblicken ist eins, aber es gehört auch ein Blick in die Zukunft dazu. Denn wir müssen weg von der Atomenergie. Und Abschalten der AKWs reicht da nicht – viele Probleme sind hier noch nicht gelöst. Wohin mit dem radioaktiven Abfall? Ein Endlager gibt es noch nicht – und keiner will ihn haben. Auch die Kosten für Zwischenlager und den Rückbau der AKWs sind enorm.

Wenn also keine Atomkraft mehr genutzt werden sollte, müssen Alternativen her! Wir müssen nachhaltig handeln und auf erneuerbare Energien setzen – auch mit Blick auf den Klima-Wandel. Auch in Würzburg tut sich hier was. Auf dem Dach des Gebäudes der Stadtreiniger ist eine Bürger-Photovoltaik-Anlage entstanden. Und auch auf dem Dach des Gartenamtes kann so etwas entstehen.

In Würzburg war daher auch der Tag der erneuerbaren Energien am Markt mit einer vielzahl von Aktionen und Informationen einen gute Sache. Wichtig auch die Angeobte für Kinder, die hier einiges erfahren und ausprobieren konnten. Meine Kinder waren mit Interesse und Begeisterung dabei.

Diese Tipps aus den Glückskeksen des städtischen Energie- und Klimazentrums, die gemeinsam mit der Umwelt-Station die Aktionen zum Tag der erneuerbaren Energien auf die Beine gestellt haben, machen aber auch noch eine andere Aufgabe deutlich, die sich uns stellt. Es geht nicht nur darum, Atomstrom durch anderen, besseren Strom zu ersetzen. Es geht auch darum, Energie zu sparen. Und damit dann gleichzeitig was fürs Klima zu tun.